Gedenken am 19. April 2020

Die geplanten Veranstaltungen zum Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen konnten aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Davon betroffen war auch die zentrale Gedenkveranstaltung am 19. April 2020, zu der mehr als 100 Überlebende und etwa 5.000 weitere Gäste erwartet wurden. Zentrale Botschaften, die für die Veranstaltung eingeplant waren, wurden von den Rednerinnen und Rednern auf Video aufgenommen. Diese Botschaften werden hier ebenso dokumentiert wie die Gedenkveranstaltung in eng begrenztem Rahmen, die am 19. April 2020 durchgeführt wurde.  

Der NDR-Bericht zum Gedenktag

Im April 1945 wurde das Konzentrationslager Bergen-Belsen befreit. Aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung fand am 19. April eine Kranzniederlegung mit Ansprachen statt. 

Weitere Übersetzungen des NDR-Berichts zum Gedenktag

Der Kriegsgefangenenfriedhof Hörsten: Geschichte und Gedenken

Auf dem Kriegsgefangenenfriedhof Hörsten sind ca. 20.000 Kriegsgefangene begraben, die meisten von ihnen stammten aus der Sowjetunion. Das Video beschreibt die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Bergen-Belsen und des Friedhofs als Gedenkort. Auf dem Friedhof sollte im April 2020 anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung eine große Gedenkveranstaltung stattfinden, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Das Video zeigt eine Gedenkzeremonie in kleinem Rahmen, die im April 2020 stattgefunden hat.

Ehemaliges Lagergelände: Geschichte und Gedenken

Das Video dokumentiert die Geschichte des KZ Bergen-Belsen und zeigt den heutigen Zusand des ehemaligen Lagergeländes. Das Dokumentationszentrum mit der Dauerausstellung wird ebenso vorgestellt wie die Erinnerungszeichen auf dem Gelände mit den Massengräbern. Das ehemalige Lagergelände wäre einer der zentralen Orte der Gedenkveranstaltungen anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen gewesen, die aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. Daher zeigt der Film auch eine Gedenkzeremonie in kleinem Kreis.

Das Kasernengelände und der Zelttheaterfriedhof: Geschichte und Gedenken

In den letzten Kriegstagen wurde die nahegelegene Kaserne zu einem Außenlager des KZ Bergen-Belsen. Nach der Befreiung entstand in der Kaserne ein Displaced Persons Camp für jüdische und polnische Überlebende. An den Folgen der Haft starben dort noch mehrere tausend Menschen. Die meisten von ihnen sind auf dem sogenannten Zelttheaterfriedhof beigesetzt. Das Video dokumentiert die Geschichte dieses Ortes.

Auf dem Zelttheaterfriedhof war anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung eine große Gedenkveranstaltung geplant, die aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Eine Gedenkzeremonie in kleinem Rahmen, die im April 2020 durchgeführt wurde, ist in dem Video zu sehen.

Der verlorene Zug

Anfang April 1945 wurde der Teil des Konzentrationslagers Bergen-Belsen geräumt, in dem jüdische Häftlinge für den Austausch festgehalten worden waren. Etwa 6.700 Männer, Frauen und Kinder wurden in drei Zügen Richtung Theresienstadt transportiert. Viele von ihnen kamen aufgrund der Strapazen und der mangelnden Versorgung während der Fahrt ums Leben. Einer der Züge, der sogenannte "Verlorene Zug", wurde am 23. April 1945 in Tröbitz (Brandenburg) befreit. Der stellvertretende Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Dr. Thomas Rahe, erläutert die Hintergründe der Räumungstransporte.

Gedenken am 15. April 2020

Die geplanten Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag der Befreiung wurden wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Deshalb war es nur ein kleiner Kreis von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gedenkstätte Bergen-Belsen, die an den Denkmalen und Massengräbern im ehemaligen Lagergelände am 15. April im Gedenken an die Opfer Blumen niederlegten.

Weitere Botschaften

Grußbotschaft des Irgun Sh'erit Hapleta
(Organization of Holocaust Survivors
of Bergen-Belsen, Israel)

Grußbotschaft des ungarischen Verbandes
ehemaliger Häftlinge des KZ Bergen-Belsen

Grußbotschaft von Shaul Ladany,
Überlebender des KZ Bergen-Belsen

Grußbotschaft von Bénédicte Gellé,
deren Mutter Paulette Widawski in Tröbitz befreit worden ist.

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Ihr Beitrag

Zu dem wichtigen Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen konnte keine gemeinsame Veranstaltung in der Gedenkstätte durchgeführt werden. Deshalb laden wir Sie ein, in unserem digitalen Gästebuch eine Nachricht des Gedenkens zu hinterlassen. 

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Bergen-Belsen: Das Ende und der Anfang

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen hat der World Jewish Congress unter dem Titel ‚Das Ende und der Anfang‘ einen Videofilm produziert, der die Geschichte des KZ Bergen-Belsen von 1943 bis 1945 vorstellt - und die des Displaced Persons Camps Bergen-Belsen, das von 1945 bis 1950 in der benachbarten heutigen Niedersachsenkaserne bestand.

AG Bergen-Belsen: "Lichter auf den Schienen"

Die Gedenkveranstaltung "Lichter auf den Schienen" der AG Bergen-Belsen konnte in diesem Jahr nicht in der gewohnten Form durchgeführt werden. Stattdessen haben Jugendliche eine Zeremonie ohne Publikum gestaltet. Auf sieben Videos hat die AG Bergen-Belsen diese digitale Form des Gedenkens dokumentiert. 

NDR Bericht zur Veranstaltung der AG Bergen-Belsen: "Lichter auf Schienen"

Die Veranstaltung ‚Lichter auf den Schienen‘ der AG Bergen-Belsen konnte
in diesem Jahr nicht durchgeführt werden. Der NDR berichtet über die Form des diesjährigen Gedenkens.

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Projekt „Bergen-Belsen and me“

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen startet die Gedenkstätte Bergen-Belsen ein online-Projekt, das sich mit Gedenken im 21. Jahrhundert beschäftigt. Das Projekt wurde in der Bergen-Belsen International Summer School 2019 entwickelt und richtet sich an digital vernetzte Jugendliche und junge Erwachsene mit Zugang zu sozialen Medien. Wir möchten Menschen einladen, sich kritisch mit ihrer eigenen Wahrnehmung von Erinnerung und Gedenken auseinanderzusetzen.