Irene Butter, geborene Hasenberg

Irene Hasenberg wurde am 11. Dezember 1930 in Berlin geboren. Sie emigrierte mit ihren Eltern und dem älteren Bruder 1937 nach Amsterdam. Nach dem deutschen Einmarsch in die Niederlande im Mai 1940 nahm die Entrechtung der jüdischen Bevölkerung schnell zu. Im Juni 1943 wurde die Familie Hasenberg verhaftet und in das Durchgangslager Westerbork deportiert. Dem Vater gelang es, für die Familie südamerikanische Papiere zu besorgen, wodurch sie der Deportation in ein Vernichtungslager entging. Im Februar 1944 wurde die Familie in das Austauschlager Bergen-Belsen (Sternlager) gebracht.

Im Januar 1945 gehörte Familie Hasenberg zu denjenigen, die mit einem Austauschtransport das Lager Bergen-Belsen in Richtung Schweiz verlassen konnten. Der Vater John Hasenberg, bereits geschwächt von den Zuständen in Bergen-Belsen, starb während des Transportes. Irene Hasenberg wurde in der Schweiz von ihrer Mutter und ihrem Bruder getrennt und schließlich in ein DP-Camp der UNRRA nach Algerien transportiert. Von dort gelangte die 14-Jährige im Dezember 1945 zu Verwandten in die USA. Im Sommer 1946 konnten Mutter und Bruder nachfolgen. Irene Hasenberg besuchte Schule und College in New York und studierte anschließend Wirtschaftswissenschaften. Im Juni 1957 heiratete sie Charles Butter, mit dem sie zwei Kinder hat.

Von den 1960er Jahren bis zu ihrer Emeritierung War Irene Butter Professorin an der University of Michigan. Seit Sommer 2002 engagiert sie sich in der Gruppe „Zeitouna“ – einer Gesprächsgruppe für jüdisch-arabische Verständigung, die sie mit begründet hat. Irene Butter lebt in den USA.

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