Joachim Gauck

Bundespräsident

Für den seit 2012 amtierenden Bundespräsidenten Joachim Gauck ist die „Verteidigung der Freiheit“ ein Leitmotiv, unter das er nicht nur seine Präsidentschaft, sondern auch einen großen Teil seines Wirkens gestellt hat. Es entwickelte sich besonders durch die Erfahrung der Unterdrückung in der DDR. Auch die unermüdliche Erinnerung an die Schrecken und Verbrechen der NS-Zeit und des Holocaust haben für Bundespräsident Joachim Gauck eine herausragende Bedeutung. So besuchte er bereits ehemalige Konzentrationslager im In- und Ausland, u. a. Auschwitz, Theresienstadt, Buchenwald und Sachsenhausen, und andere Orte, die für die Verbrechen der Deutschen im Ausland stehen, wie Lidice; Sant’Anna di Stamezza, Oradour sur Glande oder Lingiades. Er mahnte bei seiner Rede im Bundestag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus’ im Januar diesen Jahres, die Erinnerung an den Holocaust werde immer zur deutschen Geschichte und Identität gehören müssen. Es gebe keine deutsche Identität ohne Auschwitz. Bei den diesjährigen Gedenktagen zum 70. Jahrestag der Befreiung wird Joachim Gauck das erste Mal in der Gedenkstätte Bergen-Belsen zu Gast sein. Der Bundespräsident hält bei der zentralen Gedenkfeier die Ansprache.

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Stephan Weil

niedersächsischer Ministerpräsident

Seit Anfang 2013 ist der ehemalige Oberbürgermeister Hannovers niedersächsischer Ministerpräsident. Weil betont die Wichtigkeit der Aufarbeitung der NS-Verbrechen und setzt sich für die deutsch-israelischen Beziehungen ein. So besuchte er z. B. im vergangenen Juni in seiner Funktion als Bundesratspräsident Israel und den Staatspräsidenten Schimon Peres. Bei der zentralen Gedenkfeier wird Stephan Weil die Begrüßungsworte sprechen.

Offizielles Pressefoto www.stephanweil.de, aufgenommen von Susie Knoll.

Ronald S. Lauder

Präsident des Jüdischen Weltkongresses

Mit Ronald S. Lauder kommt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses nach Bergen-Belsen. Der jüdische Weltkongress ist die größte Vereinigung jüdischer Organisationen und das Sprachrohr der außerhalb Israels lebenden Juden. Lauder, ehemaliger amerikanischer Botschafter, traf sich in seiner Funktion als Präsident des Kongresses schon mit zahlreichen Regierungschefs und Staatsoberhäuptern, so auch mit Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck. Im Januar dieses Jahres wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

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Romani Rose

Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma

Romani Rose ist Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. 13 nahe Verwandte Roses wurden in Konzentrationslagern ermordet, u. a. seine Großeltern in Auschwitz und Ravensbrück. Weitere Verwandte überlebten den Holocaust trotz Internierungen in Konzentrationslagern. Aus diesem Hintergrund entwickelte sich Roses Engagement für die Aufarbeitung der NS-Verbrechen an Sinti und Roma. So wirkte er u. a. an der Anerkennung des Völkersmords an Sinti und Roma aus „rassistischen Gründen“ mit und war an der Durchsetzung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas beteiligt. 2008 erhielt er das Bundesverdienstkreuz I. Klasse.

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Offizielles Pressefoto zentralrat.sintiundroma.de

Josef Schuster

Präsident des Zentralrats der Juden

Die Familie des Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, war persönlich vom Holocaust betroffen: Seine Großeltern mütterlicherseits kamen im KZ Auschwitz um, seine Eltern flohen von Deutschland nach Palästina. Dennoch entschied sich die Familie in den 1950er Jahren nach Deutschland zurückzukehren. Nach frühem Engagement in jüdischen Gemeinden und Organisationen wurde Schuster 2010 zum Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden gewählt, im November 2014 folgte schließlich die Wahl zum Präsidenten. Schuster spricht am Jüdischen Mahnmal.

Offizielles Pressefoto www.zentralratdjuden.de, aufgenommen von Andreas Kneitz/ Zentralrat der Juden

Bernd Busemann

niedersächsischer Landtagspräsident

Der ehemalige niedersächsische Kultus- und Justizminister Bernd Busemann wird in seiner Funktion als niedersächsischer Landtagspräsident die Grußworte am Kriegsgefangenenfriedhof Hörsten sprechen. Busemann hat eine besondere Beziehung zur Gedenkstätte, war er doch als Kultusminister zugleich Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und 2007 unmittelbar mit der Neugestaltung der Gedenkstätte und der Eröffnung des Dokumentationszentrums befasst.

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