Die Errichtung der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Nach der Beisetzung der Opfer des Konzentrationslagers Bergen-Belsen in Massengräbern und dem Abbrennen der Häftlingsbaracken wies die britische Militärregierung im Oktober 1945 die deutsche Verwaltung an, das ehemalige Lagergelände zu gestalten und Pläne für eine Gedenkstätte vorzulegen. In der Folgezeit wurde das Gelände gärtnerisch gestaltet. Neben dem jüdischen Mahnmal, das jüdische Überlebende aus dem nahegelegenen DP-Camp zum ersten Jahrestag der Befreiung ohne Genehmigung durch die britische Militärregierung errichtet hatten, entstanden ein Obelisk und eine Wand mit Inschriften in verschiedenen Sprachen zur Erinnerung an die Opfer des Konzentrationslagers Bergen-Belsen.

Im November 1952 wurde die Verantwortung für die Gedenkstätte Bergen-Belsen in einem Festakt, an dem u. a. auch Bundespräsident Theodor Heuss teilnahm, von einem Vertreter der britischen Regierung an das Land Niedersachsen übergeben. 

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Internes Schreiben der Britischen Militärregierung zur Gestaltung einer "würdigen Gedenkstätte“ („suitable memorial“), 30. September 1945. The National Archives, Kew (Großbritannien), FO 1032/829

1. 14. April 1946, Fotograf: Sergeant Makin, „Zwei ehemalige Häftlinge weinen an einem Massengrab.“ Aus den Notizen des Fotografen. Imperial War Museum, London, Photograph Archive, BU 12578

2. Katholische Messe vor dem soeben enthüllten hölzernen Hochkreuz am Feiertag Allerseelen, 2. November 1945, Privatbesitz Veronika Kozlowska

3. Gedenkveranstaltung am jüdischen Mahnmal anlässlich des zweiten Kongresses der befreiten Juden in der britischen Zone, Juli 1947, United States Holocaust Memorial Museum, Washington DC, Courtesy of Ned and Anna Aron, 97106a

4. Einweihungszeremonie der Gedenkstätte Bergen-Belsen, 30. November 1952, ullstein bild 1003860591