Wladimir Stepanowitsch Koshan

Wladimir Stepanowitsch Koshan wird am 25. Februar 1925 in Schinije Gory (Ukraine) geboren. Im April 1942 wird Koshan in seinem Heimatort zur Zwangsarbeit in Deutschland verpflichtet und muss auf einem Bauernhof in Sömmerda (Thüringen) arbeiten. Er versucht zu fliehen, wird verhaftet und im Straflager Torgau und anderen Lagern inhaftiert. Nach einem weiteren Fluchtversuch weist die Gestapo Koshan in das Zuchthaus Bautzen ein, wo er zum Tod durch Erhängen verurteilt wird. Das Urteil wird später in lebenslange Haft umgewandelt. Im November 1943 überstellt die Gestapo Koshan in das KZ Buchenwald. Kurze Zeit später verlegt ihn die SS in das Lager Dora. Während seiner gesamten Lagerhaft arbeitet er als Bauhäftling in einem Kommando der Hochtief AG. Nach Räumung des Lagers wird Koshan in das KZ Bergen-Belsen transportiert. Hier befreien ihn am 15. April 1945 britische Truppen.

Nach Kriegsende muss Koshan eine vierjährige Dienstzeit als Besatzungssoldat der Roten Armee ableisten. Im Mai 1949 kehrt er in seine Heimat zurück, wo er eine Lehre als Mechaniker abschließt. Später besucht er die Abendschule, studiert und arbeitet anschließend als Mathematik- und Physiklehrer. Wladimir Koshan stirbt 2014 in Chaltscha (Ukraine).

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Wladimir Koshan (Mitte) nach der Ernennung zum Sekretar des kommunistischen Jugendverbandes seines Bataillons, 28. April 1947. (KZ-Gedenkstatte Mittelbau-Dora)