Anne Frank

 Anne Frank wurde am 12. Juni 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren. Als 1933 in Deutschland die Verfolgung der Juden begann, zog die Familie Frank nach Amsterdam. Nachdem die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 die Niederlande besetzt hatte, setzte auch dort die Judenverfolgung ein.

Ab Mai 1942 mussten Otto, Edith, Margot und Anne Frank wie alle Juden, die älter waren als sechs Jahre, in den Niederlanden den gelben Stern tragen. Am 12. Juni 1942 begann Anne Frank ihr Tagebuch. Vom 6. Juli 1942 an versteckte sich die Familie vor ihren Verfolgern im Hinterhaus der Prinsengracht 263. Später tauchten auch die Familie van Pels und Fritz Pfeffer dort unter.

„Ich suche dauernd nach einem Mittel, um so zu werden, wie ich gern sein würde und wie ich sein könnte“, schrieb Anne Frank am 1. August 1944 im letzten Eintrag ihres Tagebuchs. Drei Tage später verhaftete die Polizei Anne, ihre Schwester Margot und die anderen Versteckten. Nach mehr als zwei Jahren waren sie verraten worden. Die gesamte Gruppe wurde in das Durchgangslager Westerbork gebracht und am 3. September 1944 mit dem letzten Transport aus den Niederlanden in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Nach der Ankunft wurde mehr als die Hälfte der Häftlinge sofort in den Gaskammern ermordet.

Anne Frank wurde zusammen mit ihrer Mutter und Margot zur KZ-Zwangsarbeit selektiert. Ende Oktober 1944 wurden Anne und Margot Frank mit mehr als Tausend anderen Frauen von Auschwitz nach Bergen-Belsen deportiert. Sie waren wie die anderen Frauen für die KZ-Zwangsarbeit im Deutschen Reich vorgesehen, blieben jedoch im KZ Bergen-Belsen. Margot Frank starb wenige Tage vor Anne Frank im Inferno von Bergen-Belsen an Typhus und Entkräftung. Anne Frank war bei ihrem Tod im März 1945 fünfzehn, Margot Frank neunzehn Jahre alt. Die genauen Todesdaten sind unbekannt.

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Die Familie Frank vor ihrer Wohnung am Merwedeplein in Amsterdam im Mai 1941. Es ist eines der letzten Familienfotos. Foto © ANNE FRANK-Fonds, Basel Anne Frank House, Amsterdam